Während der Ertüchtigungsmaßnahmen des Wiesbadener Schlossplatzes verwandelt sich das eingehauste Denkmal Wilhelms von Oranien in ein abstraktes Kunstwerk. Auf Einladung der Stadt Wiesbaden und initiiert von Gramenz Garten- und Landschaftsbau und dem Museum Reinhard Ernst übernahmen zwei Kunstkurse die künstlerische Gestaltung. Acht Kunstwerke werden am Donnerstag, 19. Februar 2026 um 11 Uhr in Anwesenheit von Landtagspräsidentin Astrid Wallmann enthüllt.
Wiesbaden, 16. Februar 2026 − Zwei Schulklassen aus Wiesbaden und Michelstadt haben auf Einladung der Stadt Wiesbaden und initiiert von der Firma Gramenz Garten- und Landschaftsbau und dem Museum Reinhard Ernst die künstlerische Gestaltung des eingehausten Denkmals Wilhelms von Oranien auf dem Wiesbadener Schlossplatz übernommen.
Am Donnerstag, 19. Februar 2026 um 11 Uhr werden die Kunstwerke in Anwesenheit der Landtagspräsidentin Astrid Wallmann sowie der beiden Schulklassen enthüllt. Medienvertreter:innen sind zu diesem Termin herzlich eingeladen.
Beteiligt an der Kunstaktion sind der Kunst-Leistungskurs des Gymniasiums Michelstadt unter der Leitung des Kunstlehrers, Alexander Wessinger, sowie die IGS Alexej von Jawlensky Schule unter der Leitung des Kunstlehrers Esra Hofacker und der Stufenleiterin Tatjana Zens.
Nach einer theoretischen Einführung in das Thema abstrakte Malerei durch den Museumsdirektor, Dr. Oliver Kornhoff, und mre-Mitarbeiterin Blanka Slavik und der Besichtigung der Baustelle auf dem Schlossplatz im November 2025 hatten die Schüler:innen knapp vier Monate Zeit, ihre jeweiligen Kunstwerke zu entwickeln und auszuführen. Bemalt wurden acht Seekieferplatten à 2,50 m Breite x 1,25 m Höhe.
Hintergrund der Aktion
Auf dem Wiesbadener Schlossplatz zwischen Marktkirche, Rathaus und Hessischem Landtag finden jährlich eine Vielzahl von Veranstaltungen statt: Der beliebte Sternschnuppenmarkt, das Weinfest und andere Großveranstaltungen sorgen für eine rege Nachfrage. Dadurch haben sich die Anforderungen an den Platz im Laufe der Jahre immer wieder verändert und müssen angepasst werden. Auch dem Wunsch der Bürger:innen nach Maßnahmen zur Klimaverbesserung in der Innenstadt soll dabei Rechnung getragen werden. Nach Planung und öffentlicher Ausschreibung wurde die Firma Gramenz Garten- und Landschaftsbau aus Wiesbaden vom Tiefbauamt der Stadt beauftragt, die aufwändigen Maßnahmen durchzuführen.
2000 Quadratmeter Natursteinpflaster, 700 Kubikmeter Baumsubstrat, 24 Großbäume, zwei unterirdische Zisternen zur Nutzung von 40.000 Litern Regenwasser sowie neue Strom- und Frischwasserversorgungsstellen für Schausteller werden bis Sommer 2026 auf dem Platz ver- und eingebaut.
Die historischen Objekte des Schlossplatzes werden in diesem Zeitraum von der Firma Gramenz gesichert, so auch das Denkmal Wilhelms von Oranien, das dort seit 1908 steht. Als Schutz gegen Beschädigungen durch Baumaschinen und Lieferfahrzeuge wurde ein drei Meter hoher Holzzaun um den Sockel der Figur errichtet. Dieser wird nun von kunstinteressierten Schüler:innen gestaltet.
35 Schüler im Alter von 13−19 Jahren haben sich an dem Projekt beteiligt. Im Museum Reinhard Ernst wurden die jungen Künstler:innen in die Grundlagen der abstrakten Malerei eingeführt. Die acht großformatigen Holztafeln und das benötigte Künstlermaterial stellen die Firma Gramenz und das Museum Reinhard Ernst zur Verfügung. Am 19. Februar 2026 werden die entstandenen Kunstwerke am Denkmalwürfel auf dem Schlossplatz enthüllt und werden dort als Ausstellung im Freien in den nachfolgenden Monaten zu bewundern sein.